Über Stock und Stein: Hüttenwanderung 2025 im Pitztal
Bereits zum 3. Mal fand die jährliche Hüttenwanderung statt. Abgehärtet von den widrigen Bedingungen des Vorjahres, welches von Starkregen und überschwemmten Hochwiesen geprägt war (hier geht es zum Artikel), traf sich die Gruppe erneut – diesmal verstärkt durch Mario Kraus und Katharina Mahr. Für die zehn Wanderer ging es dieses Jahr ins wunderschöne Pitztal.
Tag 1: Start im Pitztal
Dieses Jahr startete unsere Wanderung bereits am Freitag, den 15.08.2025. Nach der langen Anreise und bei sonniger Wetterprognose begann unsere Tour direkt am Parkplatz in Mandarfen. Noch schnell umgezogen und mit Gepäck für die nächsten drei Tage ausgestattet, machten wir uns auf den kurzen Fußmarsch zur Taschach-Alpe auf 1.796 Metern Höhe. Aufgrund des österreichischen Nationalfeiertags war die Alpe gut besucht und von einigen Hirten belebt. Am Abend zog es einige von uns zu den Einheimischen, wo wir die gemütliche Stimmung genossen.

Tag 2: Die längste Etappe
Die Tagesetappe am zweiten Tag sollte die längste werden. Mit Blick auf den Taschachferner vor uns und das Regenradar fest im Blick bewältigten wir den ersten Anstieg schnell. Den einsetzenden Regenschauer warteten wir trocken im Taschachhaus ab. Das Sprichwort „Nach Regen folgt Sonnenschein“ bewahrheitete sich glücklicherweise, denn schon bald zeigte sich wieder strahlender Himmel. Bei Sonnenschein ging es weiter über den Fuldaer Höhenweg zu unserem nächsten Etappenziel: der Rifflseehütte auf 2.293 Metern Höhe.
Auch dieses Jahr wurden wir von freundlichem Hüttenpersonal begrüßt – mit dem Hinweis, dass unser kühles Bier nicht mehr draußen auf der Sonnenterrasse, sondern das Essen pünktlich um 18:00 Uhr im Haus serviert werde. Pflichtbewusst wie wir waren, kamen die letzten von uns genau um 18:00 Uhr an und wurden von den anderen mit den Worten „Los, beeilt euch, das Essen ist schon fertig!“ empfangen. Zum Glück wird in Österreich Gastfreundschaft großgeschrieben, sodass man sich immer herzlich willkommen fühlt.

Tag 3: Kaunergrathütte und Höhenmeter
Am dritten Tag trennte sich unsere Gruppe, um sich schließlich wieder am gleichen Tagesziel zu treffen: der Kaunergrathütte auf 2.817 Metern Höhe.
Wie jeden Tag starteten wir nach einem gemeinsamen Frühstück um 08:00 Uhr. Ein Teil der Gruppe wollte noch ein paar extra Höhenmeter sammeln und stieg dazu nach Mandarfen ab, um über Plangeroß den gesamten Anstieg von über 1.200 Höhenmetern mitzunehmen. Die vermeintlich sportlichere Gruppe wählte die Abkürzung über den Cottbuser Höhenweg, die uns wie schon im Vorjahr vor einige Herausforderungen stellte. Seilgesicherte Wegabschnitte im unebenen Felsgelände waren dabei nur eine davon. Doch erneut zeigte sich: Gemeinsam schaffen wir es, über unsere persönlichen Grenzen hinauszuwachsen und unbeschadet das Ziel zu erreichen.
Am Nachmittag erklommen einige noch den Planggeroßkopf, um symbolisch auf 3.000 Höhenmetern die Schnorpfeil Rhein-Main Fahne zu hissen. Unseren letzten gemeinsamen Abend ließen wir mit ein paar wärmenden Bränden ausklingen, welche die frische Luft auf dem Berggipfel gleich viel angenehmer erscheinen ließen.

Tag 4: Abstieg und Heimkehr
Der letzte Tag begann mit Sonnenschein und endete nach einem erfrischenden Bad im Mittelberglesee mit dem Abstieg. Die rund 1.600 Tiefenmeter spürte dann sogar die Fittesten unter uns. Wohlbehalten erreichten wir gegen 14:00 Uhr die Autos im Tal und kehrten zurück ins Rhein-Main-Gebiet.
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und sind gespannt, was uns dort Neues erwarten wird.

Autoren: Thomas Renner, Manuel Kraft