Büromäuse auf Baustellentour
Wann bekommt man schon die Gelegenheit, als Innendienstmitarbeiter eine Großbaustelle hautnah zu erleben? Genau diese besondere Chance hatten wir am 30. Oktober: Eine kleine, neugierige Gruppe aus dem Büro machte sich auf den Weg nach Gelnhausen, um das Projekt, das wir sonst nur aus Unterlagen kennen, endlich mal live zu sehen – ein Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Viele von uns waren und sind bereits in verschiedenen Projektphasen involviert: in der Kalkulationsphase, im Einkauf, in der Buchhaltung, in der Abrechnung oder bei internen Besprechungen. Doch all das ist nicht vergleichbar mit dem Eindruck, den man vor Ort gewinnt. Die Baustelle mit eigenen Augen zu sehen, war für einige von uns wie ein Perspektivwechsel mit Wow-Effekt.
Ein besonderer Dank gilt unserem Kollegen Carsten, der uns mit viel Engagement, Fachwissen und Witz durch den Nachmittag geführt hat. Schon seine kurze Einführung ließ erahnen, wie viel wir an diesem Tag sehen und lernen würden. Selbst das Wetter schien für unsere kleine Gruppe bestellt worden zu sein – sonnig, klar und perfekt für eine Besichtigung.
Unsere Tour begann in der Kinzigaue, dem Ort des symbolischen Spatenstichs. Der Blick auf den Fuhrpark, der im Sonnenschein ruhte, war eindrucksvoll. Maschinen wie Bodenverdichter oder Gummiradwalzen hatten viele von uns bisher nur aus technischen Unterlagen gekannt – sie nun in voller Größe zu sehen, war faszinierend.
Unser Weg führte weiter in die Hailerer Aue. Nicht der Hubschrauber, der auf dem Flugplatz direkt neben der Baustelle startete, zog unsere Aufmerksamkeit auf sich, sondern die imposante Stützwand mit ihrer wabenartigen Struktur und die provisorische Brücke, die derzeit die alte ersetzt. Carsten erklärte geduldig weiter die Bauweise der Wand, den Transport der Brücke und die einzelnen Schritte des Rückbaus und Neubaus. Besonders spannend: Der Aufstieg auf den Brückenpfeiler, den unsere Kollegen aus Treis gebaut haben. Außerdem durften wir Materialien begutachten, deren Namen uns zwar geläufig waren, die wir jedoch noch nie in natura gesehen hatten: Endlich bekamen Rechnungen ein Gesicht!

Unsere letzte Station: Bahnhof Gelnhausen. Hier konnten wir die zukünftige Bahnsteigkante erkennen, die neue Fußgängerunterführung besichtigen und uns einen Eindruck davon verschaffen, wie viel Platz ein barrierefreier Zugang erfordert. Besonders beeindruckend: Während wir staunten, rollten auf dem Nachbargleis die Züge weiter. Fahrgäste warteten auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig, während direkt daneben gebaut wird. Der Zusammenhang zwischen Baumaßnahme und geschäftigem Betrieb war hier besonders greifbar.
Zum Abschluss ließen wir den Tag gemeinsam mit den Baustellen-Kollegen ausklingen – bei angeregten Gesprächen und dem Gefühl, nun ein viel besseres Verständnis für das Projekt zu haben.
Diese Baustellenbesichtigung war sehr informativ. Jetzt verstehen wir besser, welche enorme Leistung unsere Kollegen draußen tagtäglich erbringen.

Danke Carsten – STABIL!
Autoren: Céline Grein, Hannes Liebich, Filiz Scharnberg